Horst Schneider Fotografie

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Das Nikon F-Bajonett

Was passt wo - Nikon Kameragehäuse und Nikkore

  1. Manuelle Objektive

  2. Autofokus Objektive

  3. Was passt wo - Nikon Kameras und Nikkore

  4. Zusätzliche Objektivbezeichnungen
     

 Nikon F mit Nikkor-H Auto 1:2 f=50mmBei der Nikon Corperation sammelt man seit 1917 Erfahrungen im Bau von optischem Glas, seit 1925 baut Nikon Objektive und mehr als 60 Millionen Stück wurden seitdem weltweit verkauft. 1933 wurde die Marke Nikkor geboren, die seit dem für vorzügliche Objektive aus dem Hause Nikon steht. Als Nikon im Jahr 1959 ihre erste Spiegelreflexkamera Nikon F auf den Markt brachte, war dies auch die Geburtsstunde des F-Bajonetts, der Anschluss der es jahrzehntelang bis heute nahezu unverändert den Fotografen ermöglicht, fast jedes (manuelle) Nikon-Objektiv am (AF-) Kameragehäuse und umgekehrt zu verwenden. Das ist eines der besonderen Merkmale des Nikon Systems.

 

Durch den Einzug der Digitaltechnik und neuen Funktionen in Kameras und Objektive leidet inzwischen auch die Kompatibilität  beim Nikon System, so dass bei bestimmten Kamera/Objektiv-Kombinationen Einschränkungen auf das System wirken.

 

Dieser Beitrag stellt die Nikkor Objektivtypen mit F-Bajonett vor und stellt die Einschränkungen bei der Verwendung an Nikon-Kameragehäusen dar.

 

Nikon SLR-Kameras arbeiten mit Offenblendenmessung. Das heißt, dass das Sucherbild auch beim Abblenden des Objektives, entsprechend dem kleinsten Blendenwert des Objektives, immer gleich hell bleibt. Die eingestellte Blende wird erst mit dem Auslösen und vor dem öffnen des Verschlusses auf den eingestellten Wert geschlossen (automatische Springblende). Um eine richtige Belichtung zu gewährleisten, muss dem Messsystem der Kamera der eingestellte Arbeitsblendenwert mitgeteilt werden. Dies erfolgt bei Nikon SLR-Kameras und Objektiven mit F-Bajonett je nach Modell und Baujahr auf unterschiedliche Weise, was im folgenden beschrieben wird.

 

Hinweis:

Die Marken Nikon® und Nikkor® sind eingetragene Warenzeichen der Nikon Corperation, Japan.

 

Dieser Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und es wird keine Garantie für die Angaben zur Kompatibilität der genannten Geräte übernommen. Exakte Angaben erhält man nur von Nikon selbst.

 


 

1. Manuelle Objektive

Non-AI Nikkore -  der A-Typ, C-Typ und K-Typ:  

Bei den ersten SLR-Kameramodellen Nikon F, F2 und der frühen Nikkormat-Reihe erfolgte die Blendenwertübertragung vom Objektiv an die Kamera über eine Blendengabel (die im Fotografenjargon auch als "Hasenohren" bezeichnet werden), die auf dem Blendenring des Objektives befestigt ist und mit einem Blendenwert-Mitnehmer an der Kamera gekoppelt wird. Die Nikkore mit Baujahr 1959 bis 1977 sind in Reihenfolge der Baujahre: A-Typ, C-Typ und K-Typ.

Die ersten Nikkore vom A-Typ hatten nur einschichtvergütete Linsen, der Fokussierring war aus Metall. Bei den frühen Versionen war als Herstellerbezeichnung noch Nippon Kokaku Japan und die Brennweitenangaben in cm eingeprägt. Spätere A-Typen trugen dann Nikon und die Brennweite wurde fortan in mm angegeben.

Der folgende C-Typ ab 1970 entspricht mechanisch dem A-Typ, verfügt aber über mehrschichtvergütete Linsen. Diese trugen bis auf wenige Ausnahmen ein "·C" in der Bezeichnung (z. B. Nikkor-H·C Auto 1:2 f=50mm). Einige Objektive des A-Typs (erkennbar am verchromten Filterring) wurden von der Konstruktion übernommen, mit mehrschichtvergüteten Linsen ausgestattet und somit automatisch zum C-Typ (der in der Regel einen schwarzen Filterring hatte). Die A- und C-Typen erhielten in der Bezeichnung eine Codierung, welche die Anzahl der Linsenelemente verrät. Dabei bediente man sich der Anfangsbuchstaben der griechischen und römischen Zahlwörter:

U = Uns = eine Linse H = Hex = sechs Linsen
B = Bini = zwei Linsen S = Septem = sieben Linsen
T = Tres = drei Linsen O = Octo  = acht Linsen
Q = Quatuor = vier Linsen N = Novem = neun Linsen
P = Pente = fünf Linsen D = Decem = zehn Linsen

Der K-Typ - letzter Typ der Non-AI Objektivbaureihe - ist bei den meisten Objektiven äußerlich an einem gummierten Fokusring sowie an einem schwarzen Ring mit Schärfentiefenskala zu erkennen. Mechanisch entspricht er sonst dem C-Typ. Nicht alle Objektiv-Modelle der Vorreihen sind als K-Typ realisiert worden, da bereits 1977 mit dem N-Typ die neue Kamera-, und Objektiv-Generation mit dem AI-Standard auf den Markt kam.

Non-AI Typ
Non-AI Typ (ab 1959)

AI Nikkore

Ab 1977 führt Nikon bei alle neuen Kameras und Objektiven das AI-System (AI = Aperture Index) ein. Hier erfolgt die Blendenwertübertragung mechanisch viel einfacher über eine Steuerkurve am Blendenring des Objektivs, das mit einem kleinen Mitnehmer am Kamerabajonett arbeitet. Das umständliche ansetzten der Blendengabeln an die Kameramechanik konnte somit entfallen. Der N-Typ ist die neue Objektivgeneration, die nebem der AI-Steuerkurve auch noch einen Steuernocken unter dem Hinterlinsenring spendiert bekam, der den Kameras EM, FG, FA, F-301, F-501 mit Blendenautomatik die Lichtstärke mitteilt. AI Nikkore hatten außerdem auf dem Blendenring eine zusätzliche kleine Blendenskala aufgedruckt, die bei einigen AI-Kameras in den Sucher eingespiegelt werden konnte.

Da die Nikkore vor 1977 keine AI-Blendensteuerkurve besitzen, können diese an die meisten Kameras mit AI-System, die nach 1977 vorgestellt wurden, nicht mechanisch angesetzt werden. Die Objektive konnten aber durch den Nikon-Service relativ einfach auf AI-Standard umgebaut werden, in dem der Blendenring gewechselt wurde. Umgekehrt können quasi alle Objektive mit dem AI-Standard an alle jemals von Nikon hergestellten Kameras mit F-Bajonett angesetzt werden! Daher besitzen AI-Nikkore auch weiterhin die Blendengabel (die sie mit AI-System nicht mehr brauchen), damit sie auch mit den älteren Non-AI Kameras arbeiten konnten.

AI TypAI-S Typ
AI Typ (1977)AI-S Typ (1981)

AI-S Nikkore

Bei den Nikkoren vom AI-S Typ wurde ab 1981 eine lineare Blendensteuerung realisiert, um den Kameras FA, F-301, F-501 bei Blendenautomatik die Einstellungen zu erleichtern. Die Kameras hatten einen Fühler am Bajonett, um diesen Typ zu erkennen. Kurios in diesem Zusammenhang ist, dass auch die F4 diesen Fühler besitzt ihn aber nicht nutzt. Zusätzlich erhielten Objektive mit einer Brennweite ab 135 mm einen Indikator an der Hinterlinse (Brennweitenabgriff). Dieser wurde aber nur von der FA and F-501abgegriffen und für den Kurzzeitprogrammmodus verwendet. AI-S Nikkore sind leicht an einer kleinen halbkreisförmigen Einfräsung auf der Bajonettauflage (AI-S-Kerbe) oberhalb der Bajonettverriegelung zu identifizieren. Ein weiteres Erkennungsmerkmal für AI-S Nikkore ist die orange gefärbte Zahl der kleinsten Blende auf beiden Blendenringskalen.

 

Series E

Objektive der Series E wurden 1979 zusammen mit dem Kameramodell Nikon EM als preiswerte Objektivreihe mit einfacher mechanischer Konstruktion speziell für SLR-Einsteiger vorgestellt. Die Series E Objektive entsprechen dem AI-S Typ, allerdings unter Verzicht der Blendengabel und tragen nicht die übliche Bezeichnung "Nikkor". Die Einstellringe und Schneckengänge sind aus Kunststoff gefertigt, die Linsen wurden (mit Ausnahme der Objektive mit 35, 50 und 100 mm Brennweite) mehrschichtvergütet.
Beispiel: Nikon Lens Series E 35mm 1:2.5

 

AI-P Nikkore

Diese MF-Objektive ab 1988 entsprechen dem AI-Standard, haben aber eine eingebaute CPU (Central Processing Unit). Blendenwerte, Lichtstärke, und Brennweite können über elektronische Kontakte an AF-Kameras übertragen werden. Äußerlich sind AI-P Nikkore wie die AF-Nikkore an den elektrischen Kontakten über der Hinterlinse zu erkennen. Es bleiben aber Exoten, denn es gibt nur drei AI-P Nikkore: Nikkor 45mm 1:2.8 P, Nikkor 500mm 1:4 P IF-ED und Nikkor 1200-1700mm 1:5.6-8 P IF-ED

 

 

2. Autofokus Objektive

F3AF

Nikon stellt 1983 mit der F3AF die zweite Autofokuskamera auf dem Fotomarkt überhaupt vor. Dazu wurden zwei speziell konstruierte Objektive mit eingebautem AF-Motor angeboten:
AF-Nikkor 80mm 1:2.8
und AF-Nikkor 200mm 1:3.5 ED. Dazu kam noch der Telekonverter TC-16.
Die beiden Objektive sind leicht an den Blendengabeln ("Hasenohren") auf dem Blendenring zu erkennen - es sind die einzigen AF-Nikkore welche diese Merkmale aufweisen. Außer an der F3AF ist mit den beiden AF-Objektiven nur noch an der Nikon F4 und F-501 ein AF-Betrieb möglich. Obwohl die Objektive mechanisch kompatibel sind, dürfen sie wegen der großen Stromaufnahme der Motoren an allen anderen AF-Kameras nicht verwendet werden, da sonst die Kameras beschädigt werden können! Mit der ab 1986 eingeführten völlig neuen AF-Nikkorserie und allen Folgetypen ist mit der F3AF kein AF-Betrieb möglich. Die F3AF stellt mit den beiden genannten AF-Objektiven und dem TC-16 somit ein quasi abgeschlossenes AF-System dar.

 

AF Nikkore

Bei den 1986 eingeführten AF Nikkore mit eingebauter CPU werden die Werte für Blende, Lichtstärke des Objektivs, Brennweite und AF-Informationen über elektronische Kontakte an die AF-Kameras übertragen. Der AF wird über eine mechanische Kupplung zwischen Kamera und Objektiv angetrieben, der Motor sitzt im Kameragehäuse. Die DSLR-Einsteigermodelle D40(X), D60, D3000, D3100, D3200, D5000 und D5100 haben keinen AF-Motor im Kameragehäuse und somit muss mit AF Nikkoren manuell fokussiert werden. Äußerlich sind AF Nikkore mit CPU an den elektrischen Kontakten über der Hinterlinse und der AF-Kupplung leicht zu erkennen. Sie tragen außerdem die Bezeichnung "AF Nikkor" auf dem Gehäuse. Ab 1988 wurde das Gehäusedesign etwas verändert und der Fokusring wurde breiter und bekam einen griffigen Gummiüberzug.
 

AF-Typ
AF Typ (1986)

 

Alle AF Nikkore ohne die Zusatzbezeichnung "G" entsprechen dem AI-S Standard. Das heißt, dass die eingestellten Blendenwerte ohne Einschränkungen an MF-Kameras mit AI-System übertragen werden. Bei den AF-Kameras F-501, F-601, F-801(s), F70, F90(X), F100, F4, F5, D200, D300(s), D700, D800(E), D7000, D1-Serie, D2-Serie, D3-Serie und D4-Serie wurde der AI-Standard weiterhin realisiert. Wird ein Nikkor vom AI-Typ an eine dieser Kameras gesetzt, erkennt dies die Kamera und stellt automatisch auf Zeitautomatik und ggf. Integralmessung um. Bei den Kameras F6, D200, D300(s), D700, D800(E), D7000, D2-Serie, D3-Serie und D4-Serie kann man die Objektivdaten manuell in die Kamera eingeben und dann ähnlich verwenden, als hätte das Objektiv eine CPU. Bei den Modellen F-401, F50, F60 und den neueren Consumer-Modellen F55, F65, F75, F80, D40(X), D60, D50, D3000, D3100, D3200, D5000, D5100, D70(s), D80, D90, D100 wurde das AI-System nicht mehr implementiert. Diese Kameras benötigen zur Abdeckung der kompletten Kamerafunktionen ausschließlich Nikkore mit CPU vom Typ AF, AF-I, AF-S oder AI-P.
 

 AF Nikkor

Beispiel: AF Nikkor 50mm 1:1.8

D Nikkore

AF, AF-I und AF-S Nikkore mit der Zusatzbezeichnung D (seit 1996) übertragen noch zusätzlich für Kameras mit 3D-Matrixmessung die Einstellentfernungsdaten. Diese Daten werden vor allem für Die Blitzbelichtungsmessung verwendet. Mit Einführung der D Nikkore wurde aber nicht nur die Datenübertragung erweitert, sondern oft auch konstruktive Änderungen an den Objektiven vorgenommen.
 

D Nikkor

Beispiel: AF Nikkor 50mm 1:1.8 D

AF-I und AF-S Nikkore

Diese Nikkore haben die AF-Motoren im Objektiv eingebaut. Bei AF-I Nikkoren sind kernlose, bei den neueren AF-S Nikkoren sind Ultraschall- (Silent-Wave) Motoren verbaut. Sonst sind die Objektive funktionell identisch, was auch für die AF-I und AF-S Konverter gilt, die untereinander voll kompatibel sind. Die elektrische Versorgung der AF-Motoren erfolgt über die elektrischen Kontakte. Die Ansteuerung dieser Objektive kann mit allen DSLR-Kameras und den AF-Kameras F65, F70, F75, F80, F90(X), F100, F4, F5, F6 erfolgen. Mit allen anderen älteren AF-Kameras muss manuell fokussiert werden.
 

AF-S Nikkor

Beispiel: AF-S Nikkor 28-70mm 1:2.8 D ED

G Nikkore

AF und AF-S Nikkore mit der Zusatzbezeichnung G, die ab dem Jahre 2000 eingeführt wurden übertragen wie D Nikkore die Einstellentfernungsdaten, besitzen aber keinen Blendenring mehr. Die Blende kann hier nur mit einer kompatiblen Kamera eingestellt werden, welche über ein Blendenwählrad verfügt, oder die Blende im P- und S-Modus automatisch einstellt.

Kompatible Kameras sind:

F-401(s/x), F50, F55, F60, F65, F75, F80, F100, F5, F6, D40(X), D50, D3000, D3100, D3200, D5000, D5100, D70(s), D60, D80, D90, D100, D200, D300(s), D700, D800(E), D7000, D1-Serie, D2-Serie, D3-Serie, D4-Serie
Kameras die im P- und S-Modus verwendet werden können:

F-601M, F70, F-801(s), F4, F90(X)

Kameras die nicht kompatibel sind:

F, F2, F3, F3AF, Nikkormat-Serie, FE, FE2, FM, FM2, FM3a, FA, F-301, F-501, F-601AF
 

G Nikkor

Beispiel: AF-S Nikkor 50mm 1:1.8 G

DX Nikkore

Nikkore mit der Zusatzbezeichnung DX sind im Jahre 2002 speziell für digitale SLR-Kameras mit DX-Bildsensorformat eingeführt worden. Hierbei ist der Lichtstrahlengang für den DX-Bildsensor optimiert. Da diese Nikkore über einen kleineren Bildkreis (Crop-Faktor = 1,5) verfügen, sind sie für analoge Kameras nicht geeignet. Umgekehrt können "normale" AF- und AF-x Nikkore an allen DSLR-Kameras mit DX-Format wie D40(X), D50, D3000, D3100, D3200, D5000, D5100, D60, D70(s), D80, D90, D100, D200, D300(s), D7000, D1-Serie, D2-Serie verwendet werden. Die D700, D800(E), D3-Serie und D4-Serie mit FX-Bildsensorformat können DX-Objektive mit eingeschränkter Auflösung verwenden. DX Nikkore besitzen keinen Blendenring und tragen daher immer die Zusatzbezeichnung "G".
 

DX Nikkor

Beispiel: AF-S DX Nikkor 12-24mm 1:4 G ED

VR Nikkore

Nikkore mit der Zusatzbezeichnung VR sind Objektive, die das aktive Antiverwackelungssystem VR (Vibration Reduction) integriert haben, welche die Verwackelungsunschärfe bei Freihandaufnahmen vermindern. Die VR-Technik wird von von allen DSLR-Kameras und den AF-Kameras F65, F75, F80, F100, F5, F6 unterstützt.
 

VR Nikkor

Beispiel: AF-S VR Nikkor 70-300mm 1:4.5-5.6 G ED

IX Nikkore (APS)

Mitte der 90er Jahre versuchten einige Kamerahersteller mit der Einführung des "Advanced Photo System" (APS) den Filmfotomarkt anzukurbeln, was sich aber als einer der größten Flops der Fotogeschichte herausstellen sollte. Im Jahre 1996 brachte Nikon mit den APS-Kameras Pronea 600i und Pronea S auch sechs IX Nikkore auf den Markt. Da man den APS-Kameras das F-Bajonett spendierte können konventionelle AF Nikkore an den APS-Kameras verwendet werden. Umgekehrt können auf Grund der speziellen APS-Konstruktion IX Nikkore an allen anderen Nikon SLR- und DSLR-Kameras nicht verwendet werden! Das APS-System wird in der nachfolgen Betrachtung nicht berücksichtigt.

 

 

3. Was passt wo - Nikon Kameras und Nikkore

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Kompatibilität zwischen den verschiedenen Nikon Kameras und Nikkor-Objektivtypen.

 

Kamera / Nikkor

AF/MF

Non-AI

AI

AI-S

Series E

AI-P

F3AF

AF

AF-D

AF-I / AF-S

G

DX

F

MF

+

+

+

2

2

+

2

2

2

X

X

F2

MF

+

+

+

2

2

+

2

2

2

X

X

F2A(S)

MF

2

+

+

+

+

+

+

+

+

X

X

Nikkormat

MF

+

+

+

2

2

+

2

2

2

X

X

FT-3

MF

2

+

+

+

+

+

+

+

+

X

X

EL-2

MF

2

+

+

+

+

+

+

+

+

X

X

EM

MF

-

+

+

+

+

+

+

+

+

X

X

F3

MF

2

+

+

+

+

+

+

+

+

X

X

F3AF

AF

1,2

1

1

1

1

+

1

1

1

X

X

FG

MF

-

6

+

+

+

+

+

+

+

X

X

FG-20

MF

-

+

+

+

+

+

+

+

+

X

X

FM

MF

2

+

+

+

+

+

+

+

+

X

X

FE

MF

2

+

+

+

+

+

+

+

+

X

X

FA

MF

-

6,7

+

+

+

+

+

+

+

X

X

FE2

MF

-

+

+

+

+

+

+

+

+

X

X

FM2

MF

-

+

+

+

+

+

+

+

+

X

X

FM3A

MF

-

+

+

+

+

+

+

+

+

X

X

F-301

MF

-

7,9

+

+

+

+

+

+

+

X

X

F-401(s/x)

AF

-

X

X

X

1

!

+

+

1

+ / 1

X

F-501

AF

-

1,7,9

1

1

1

+

+

+

1

X

X

F-601

AF

-

1,3,4,5,8

1,3,4,5,8

1,3,4,5,8

1

!

+

+

1

X

X

F-601M

MF

-

3,4,5,8

3,4,5,8

3,4,5,8

+

!

+

+

+

10

X

F-801(s)

AF

-

1,3,4,5,8

1,3,4,5,8

1,3,4,5,8

1

!

+

+

1

10 / 1

X

F4

AF

1,2,3,4,5

1,3,4

1,3,4

1,3,4

1

3,4

+

+

+

10

X

F50

AF

-

X

X

X

1

!

+

+

1

+ / 1

X

F60

AF

-

X

X

X

1

!

+

+

1

+ / 1

X

F70

AF

-

1,3,4,5,8

1,3,4,5,8

1,3,4,5,8

1

!

+

+

+

10

X

F90(X)

AF

-

1,3,4,5,8

1,3,4,5,8

1,3,4,5,8

1

!

+

+

+

10

X

F100

AF

-

1,3,4,5,8

1,3,4,5,8

1,3,4,5,8

1

!

+

+

+

+

X

F55

AF

-

X

X

X

1

!

+

+

1

+ / 1

X

F65

AF

-

X

X

X

1

!

+

+

+

+

X

F75

AF

-

X

X

X

1

!

+

+

+

+

X

F80

AF

-

X

X

X

1

!

+

+

+

+

X

F5

AF

-

1,3,4,5

1,3,4,5

1,3,4,5

1

!

+

+

+

+

X

F6

AF

-

1,3,4,11

1,3,4,11

1,3,4,11

1

!

+

+

+

+

X

D1-Serie

AF

-

1,3,4,5,8

1,3,4,5,8

1,3,4,5,8

1

!

+

+

+

+

+

D50

AF

-

X

X

X

1

!

+

+

+

+

+

D70(s)

AF

-

X

X

X

1

!

+

+

+

+

+

D100

AF

-

X

X

X

1

!

+

+

+

+

+

D200

AF

-

1,3,4,11

1,3,4,11

1,3,4,11

1

!

+

+

+

+

+

D2-Serie

AF

-

1,3,4,11

1,3,4,11

1,3,4,11

1

!

+

+

+

+

+

D40(X)

AF

-

X

X

X

1,12

!

1

1

+

+ / 1

+

D60

AF

-

X

X

X

1,12

!

1

1

+

+ / 1

+

D80

AF

-

X

X

X

1

!

+

+

+

+

+

D90

AF

-

X

X

X

1

!

+

+

+

+

+

D3-Serie

AF

-

1,3,4,11

1,3,4,11

1,3,4,11

1

!

+

+

+

+

13

D300(s)

AF

-

1,3,4,11

1,3,4,11

1,3,4,11

1

!

+

+

+

+

+

D700

AF

-

1,3,4,11

1,3,4,11

1,3,4,11

1

!

+

+

+

+

13

D3000

AF

-

X

X

X

1,12

!

1

1

+

+ / 1

+

D3100

AF

-

X

X

X

1,12

!

1

1

+

+ / 1

+

D5000

AF

-

X

X

X

1,12

!

1

1

+

+ / 1

+

D5100

AF

-

X

X

X

1,12

!

1

1

+

+ / 1

+

D7000

AF

-

1,3,4,11

1,3,4,11

1,3,4,11

1

!

+

+

+

+

+

D4-Serie

AF

-

1,3,4,11

1,3,4,11

1,3,4,11

1

!

+

+

+

+

13

D800(E)

AF

-

1,3,4,11

1,3,4,11

1,3,4,11

1

!

+

+

+

+

13

D3200

AF

-

X

X

X

1,12

!

1

1

+

+ / 1

+

AF = Autofokus.
MF = Manueller Fokus.
 +   = Objektiv kann ohne Einschränkungen verwendet werden.
  -   = Objektiv ohne AI-Standard kann mechanisch nicht an die Kamera angesetzt werden.
  X  = Objektiv kann angesetzt werden, hat aber starke Einschränkungen wie keine Belichtungsmessung/Belichtungssteuerung.
  !   = Objektiv kann angesetzt werden, kann aber zur Beschädigung der Kameraelektronik führen.
  1  = manuelle Fokussierung.
  2  = nur Arbeitsblendenmessung möglich.
  3  = keine Programmautomatik möglich.
  4  = keine Blendenautomatik möglich.
  5  = keine AMP- oder Matrix-Messung möglich.
  6  = Verschlusszeitanzeige im Sucher kann im P-Modus von effektiver Verschlusszeit abweichen.
  7  = keine automatische Umschaltung auf Kurzzeit-Programm P Dual.
  8  = keine Blendenanzeige im Sucher.
  9  = keine Blitzprogrammautomatik möglich.
10  = kann nur mit Programm- und Blendenautomatik verwendet werden.
11  = nach Eingabe der Objektivdaten (AI/AI-S) sind diese ähnlich wie ein Objektiv mit CPU verwendbar.
12  = keine Matrix-Messung möglich.
13  = Im DX-Modus mit eingeschränkter Auflösung verwendbar.

 

 

4. Zusätzliche Objektivbezeichnungen

Viele Nikkore tragen noch eine Reihe von zusätzlichen Bezeichnungen die in der nachfolgenden Tabelle dargestellt sind.

 

Nikkor

 
Bezeichnung Ausführungen
ASP / Aspherical Nikkor mit asphärischen Linsen zur Verbesserung der optischen Leistung
CRC Nikkor mit "Close-Range-Correction", eine Optimierung (Floating Elements) auf kürzeste Entfernungseinstellung
D AF-D Nikkor, bei dem der Entfernungswert für die 3D-Matrixmessung übertragen wird 
DC Nikkor mit "Defocus control" zur Kontrolle einer bestimmten Schärfentiefe
DX Nikkor mit kleinerem Bildkreis für Nikon DSLR-Kameras mit DX-Sensorformat
ED Nikkor mit einer oder mehreren Linsen aus Spezialglas mit anormaler Teildispersion für die Farbfehlerkorrektur
Fisheye Nikkor mit extremen Bildwinkeln ab 170°
G Nikkor ohne Blendenring
IF Nikkor mit Innenfokussierung, bei dem die Frontlinse zur Fokussierung nicht bewegt wird
Medical Spezial-Nikkor für medizinisch-technischen Bereich mit integriertem Ringblitz (z. B. Medical Nikkor 120mm 1:4 IF)
Micro Nikkor mit erweiterten Nahbereichsfokussierung und Nahbereichskorrektur
N Nikkor mit Nanokristallvergütung (z. B. AF-S  Nikkor 24-70mm 1:2.8 G ED)
Noct Nikkor mit hoher Lichtstärke und spezieller optischer Coma-Korrektur für Nachtaufnahmen (Noct Nikkor 58mm 1:1.2)
PC Shift-Objektiv zum perspektivischen Ausgleich "stürzender" Linien
Reflex Spiegelteleobjektiv
RF Nikkor mit Hinterlinsengliedfokussierung (RF - Rear Focusing)
Series E Objektivbaureihe vereinfachter Bauart vom Typ AI-S, welche mit der Nikon EM vorgestellt wurde.
SIC Nikkor mit besonderer Mehrschichtenvergütung (Super Integrated Coating )
SWM AF-S Nikkor mit Silent-Wave-Motor
Ultra Micro Nikkor das speziell für den Einsatz an Balgengeräte für große Abbildungsmaßstäbe entwickelt wurde
UV Nikkor für den UV-Bereich (wird mit Spezial-UV-Filter geliefert)
VR Vibration-Reduction  - ein aktives Anti-Verwacklungssystem

 

Beispiele für Nikon Objektivbezeichnungen

 

AF Micro Nikkor 200mm 1:4 D IF-ED

Autofokus-Makroobjektiv vom Typ AF-D; feste Brennweite von 200 mm; festes Öffnungsverhältnis von 1:4; Innenfokussierung (IF); einige Linsen aus ED-Glas

 

AF-S Nikkor 28-70mm 1:2,8 D IF-ED

Autofokus-Zoomobjektiv vom Typ AF-D mit Silent-Wave-Motor (AF-S); variable Brennweite von 28 - 70 mm; festes Öffnungsverhältnis von 1:2,8; Innenfokussierung (IF); einige Linsen aus ED-Glas

 

AF-S VR DX Nikkor 16-85mm 1:3.5-5.6 G IF-ED

Autofokus-Zoomobjektiv mit Silent-Wave-Motor (AF-S); Vibration-Reduction System (VR); kleiner Bildkreis für digitale SLR-Kameras (DX); kein Blendenring (G); variable Brennweite von 16 - 85 mm; variables Öffnungsverhältnis von 1:3,5 - 5,6; Innenfokussierung (IF); einige Linsen aus ED-Glas

 

 

© 2011 Horst Schneider