Horst Schneider Fotografie

HomeGalerieInfosÜber

 

 

Das Nikon Z-Bajonett

Was passt wo - Nikon Z-Kameras mit FTZ und Nikkore

  1. Das Z-System

  2. Z-Objektive

  3. Der FTZ Bajonettadapter

  4. Was passt wo - Nikon Z Kameras mit FTZ und F Nikkore




Hinweis: 

Die Marken Nikon® und Nikkor® sind eingetragene Warenzeichen der Nikon Corperation, Japan.


Dieser Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und es wird keine Garantie für die Angaben zur Kompatibilität der genannten Geräte übernommen. Exakte Angaben erhält man nur von Nikon selbst.



1. Das Z-System

Im Jahre 2018 stellte Nikon das neue professionelle spiegellose Vollformat-System mit den beiden DSLM-Kameras Nikon Z6 und Z7 und einigen neuen Z-Objektiven vor. Mit diesem System kommt auch der neue Z-Bajonettanschluss, welcher größer ist als das traditionelle Nikon F-Bajonett der SLR-Kameras. Das Repertoire an Z-Nikkor-Objektiven wird im Laufe der Zeit ausgebaut. 

Durch entfallen des Spiegelkastens und Prismensucher ist bei den DSLM-Kameras eine deutlich kompaktere Bauart möglich, ohne auf Vollformatsensoren zu verzichten. Zudem ermöglicht das größere Z-Bajonett (Innendurchmesser: 55 mm, Auflagemaß: 16 mm) einen höheren Lichteinfall als beim kleineren F-Bajonett (Innendurchmesser: 35 mm, Auflagemaß: 46,5 mm) und kompaktere Objektive bei gleicher Lichtstärke. Mit dem neuen Z-Bajonett entfallen auch endgültig mechanische Steuerelemente zwischen Kamera und Objektiven. 

Obwohl das Z-System einen eigenen Bajonettanschluss besitzt, hat Nikon mit dem Bajonettadapter FTZ die Möglichkeit geschaffen Objektive mit F-Bajonett an Z-Kameras anzuschließen, bei AF-I, AF-S und AF-P Nikkoren mit voller optischer und funktioneller Kombatibelität.  

Serie Z

Foto: Nikon (Z6) 




2. Z-Objektive

S-Serie

Mit dem Z-System wurden im Jahre 2018 auch neue Nikkor-Objektive der S-Serie mit dem Nikon Z-Bajonett vorgestellt. Diese Objektive haben wie die Kameras eine professionelle Verarbeitung und Haptik. Die Gehäuse bestehen aus Magnesium-, und Kunststoffteilen, das Bajonett ist aus Metall, die Tuben sind untereinander abgedichtet. Einige Objektive haben ein kleines OLED-Display auf der Gehäuseoberseite um aktuelle Einstellungen anzuzeigen, sowie eine frei belegbare Funktionstaste.

Nikkore der Serie S sind Autofokus-Objektive (Ausnahme ist das Nikkor Z 58 mm 1:0,95 S Noct) und haben lautlos arbeitende Schrittmotoren im Objektiv eingebaut. Der Autofokus kann über einen Schalter am Objektiv an- und ausgeschaltet werden. Die Blendensteuerung erfolgt elektromagnetisch und wird von der Kamera gesteuert. Es gibt keinen mechanischen Blendenhebel wie beim traditionellem F-Bajonett.

Der Fokussierring am Objektiv hat nur im MF-Betrieb die Fokussierfunktion, kann im AF-Betrieb aber optional (wo er keine manuelle Fokussierung erforderlich ist) in den Individualeinstellungen der Kamera mit Funktionen (Blende oder Belichtungskorrektur) belegt werden. Die Objektive arbeiten mit Innenfokussierung und feststehenden Frontlinsen.  

Nikkore der Serie S verfügen über keine im Objektiv eingebaute VR-Technik (Vibration Reduction), da ein 5-Achsen Bildstabilisator mit beweglichem Bildsensor in den Z-Kameras eingebaut ist, der bis zu 5,0 Lichtwertstufen erreichen soll. 

Die von den F-Nikkoren bekannten kryptischen Zusatzbezeichnungen wie E, ED, IF, G usw., die romanartig auf die Objektivgehäuse gedruckt werden, sind bei der S-Serie zum Glück entfallen, obwohl diese auch entsprechende Eigenschaften enthalten können, die man den technischen Daten entnehmen kann. 
 

Serie S

Beispiel: Nikkor Z 24-70 mm 1:4 S





3. Der FTZ Bajonettadapter

Mit dem für das Z-System neu entwickelte Bajonettadapter Nikon FTZ ist es möglich auch Nikkore mit Nikon F-Bajonett an Nikon Z-Kameras zu verwenden. Hierbei gibt es bezüglich der optischen Eigenschaften der Objektive keine Einschränkungen. AF-I, AF-S und AF-P Nikkore sind mit allen Funktionen voll kompatibel. Diese Objektive arbeiten so, als würde man sie direkt an der Kamera betreiben.

Einschränkungen gibt es dagegen je nach Objektivgeneration beim Autofokus. Da der FTZ Bajonettadapter keinen eingebauten AF-Motor und mechanische AF-Kupplung besitzt, müssen AF und AF-D Nikkore mit Hilfe der elektronischen Einstellhilfe im Sucher manuell fokussiert werden. Bei AI-, AI-S-, und AI-P Nikkoren wird die elektronische Einstellhilfe nicht unterstützt.

Ferner dürfen ältere Objektive, die weiter unten in diesem Beitrag aufgeführt sind  lt. Nikon nicht verwendet werden, da sie zu mechanischen als auch elektronischen Beschädigungen von Adapter und Kameras führen können.

F-Objektive ohne VR-Technik die mit dem Bajonettadapter Nikon FTZ  an eine  Z-Kamera adaptiert sind, verfügen dann auch über die Bildstabilisierung der Kamera. Die mit dem Bajonettadapter Nikon FTZ adaptierte VR-Nikkore arbeiten nur mit dem eigenen Objektivsystem und nicht mit dem Bildstabilisator der Kameras. Wenn man den VR am Schalter des F-Nikkors abschaltet, wird nicht die Bildstabilisierung der Kamera übernommen, sondern dann ist er aus.




4. Was passt wo - Nikon Z-Kameras und F-Nikkore

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Kompatibilität zwischen Nikon Z-Kameras mit Bajonettadapter FTZ und F-Objektivtypen.

Nikkor-Typ / Kamera

Adapter

Non-AI

AI

AI-S

Series E

AI-P

F3AF

AF (D)

AF-I / AF-S

AF-P

G

DX

PC-E

E

Z6

FTZ

-

2,3,4,5

2,3,4,5

2,3,4,5

2

!

1

+

+

+ / 7

6

1,3,4

+

Z7

FTZ

-

2,3,4,5

2,3,4,5

2,3,4,5

2

!

1

+

+

+ / 7

6

1,3,4

+

 +  = Objektiv kann ohne Einschränkungen verwendet werden
 -   = Objektiv ohne AI-Standard kann mechanisch nicht an die Kamera angesetzt werden
 X  = Objektiv kann angesetzt werden, aber starke Einschränkungen wie z. B. keine Belichtungssteuerung oder Fokussierung möglich
 !   = Objektiv kann angesetzt werden, kann aber zur Beschädigung der Kameraelektronik führen
 1  = manuelle Fokussierung mit elektronischer Einstellhilfe
 2  = manuelle Fokussierung ohne elektronische Einstellhilfe
 3  = keine Programmautomatik möglich
 4  = keine Blendenautomatik möglich
 5  = nach Eingabe der Objektivdaten (AI/AI-S) sind diese ähnlich wie ein Objektiv mit CPU verwendbar
 6  = im DX-Modus mit eingeschränkter Auflösung verwendbar
 7  = mit AF Nikkoren manuelle Fokussierung, mit AF-S Nikkoren volle Kompatibilität



Folgende Objektive und Konverter dürfen lt. Nikon nicht verwendet werden, da sie zu mechanischen als auch elektronischen Beschädigungen von Adapter und Kameras führen können:

- Non-AI Nikkore
- IX-Nikkore
- AF-Nikkore der F3AF  (AF-Nikkor 80 mm 1:2,8; AF-Nikkor 200 mm 1:3,5 ED; TC-16 AF Telekonverter)
- TC-16A Telekonverter
- Objektive mit Einstellstutzen AU-1 (400 mm 1:4,5; 600 mm 1:5,6; 800 mm 1:8; 1200 mm 1:11)
- Fisheye-Objektive (6 mm 1:5,6; 7,.5 mm 1:5,6; 8 mm 1:8; OP 10 mm 1:5,6)
- 2,1 cm 1:4
- Zwischenring K2
- 180-600 mm 1:8 ED (Seriennummern 174041-174180)
- 360-1200 mm 1:11 ED (Seriennummern 174031-174127)
- 200-600 mm 1:9,5 (Seriennummern 280001-300490)
- PC 28 mm 1:4 (Seriennummern 180900 oder früher)
- PC 35 mm 1:2,8 (Seriennummern 851001-906200)
- PC 35 mm 1:3,5 (altes Modell)
- Reflex 1000 mm 1:6,3 (altes Modell)
- Nikkor-H Auto 2,8 cm 1:3,5 (28 mm 1:3,5) mit Seriennummern kleiner 362000
- Nikkor-S Auto 3,5 cm 1:2.8 (35 mm 1:2,8) mit Seriennummern kleiner 928000
- Nikkor-S Auto 5 cm 1:2 (50mm 1:2)
- Nikkor-Q Auto 13,5 cm 1:3,5 (135 mm 1:3,5) mit Seriennummern kleiner 753000
- Micro-Nikkor 5.5 cm 1:3,5
- Medical-Nikkor Auto 200 mm 1:5,6
- Auto Nikkor Telephoto-Zoom 85-250 mm 1:4-4,5
- Auto Nikkor Telephoto-Zoom 200-600 mm 1:9,5-10,5


 


© Horst SchneiderImpressumDatenschutzerklärung